Bauleitplanung (3. Änderung BPlan Nr. 13 „Beethovenstraße)
Auslegungsunterlagen
3. Änderung des Bebauungsplans Nr. 13 „Beethovenstraße“ im beschleunigten Verfahren
hier: Beteiligung der Nachbargemeinden gem. § 2 Abs. 2 BauGB und Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB zum Entwurf
Die Gemeinde Wilhelmsdorf beabsichtigt, Teilflächen der Fl. Nr. 400/32, Gemarkung Wilhelmsdorf, zukünftig als Wohnbaufläche zu nutzen und hat beschlossen, hierzu den Bebauungsplan mit Grünordnungsplan Nr. 13 „Beethovenstraße“ im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a Abs. 2 BauGB zu ändern.
Auf die Durchführung einer Umweltprüfung wird dabei verzichtet.
Vom 27. Juni bis 27. Juli 2018 liegen gemäß § 3 Abs. 2 BauGB Planzeichnung und Begründung zur 3. Änderung des BBP 13 öffentlich im Rathaus der Gemeinde Wilhelmsdorf (Anschrift: Hugenottenplatz 8 in 91489 Wilhelmdorf) aus.
Die Unterlagen können während der allgemeinen Öffnungszeiten (Montag – Freitag 9:00 – 11:00 Uhr und Montag von 14:00 – 18:00 Uhr oder nach Terminvereinbarung) eingesehen werden.
Parallel dazu sind sie hier auf der Internetseite der Gemeinde Wilhelmsdorf eingestellt und können wie unten angefügt herunter geladen werden.
Ihre Stellungnahme können Sie direkt an das beauftragte Planungsbüro Topos team, z. Hd. Frau Schuster (a.schuster@toposteam.de) abgeben.
- 3. Änderung Bebauungsplan
- Begründung
Aus dem Gemeinderat Mai 2018
Aus der Mai-Sitzung des Gemeinderates
Haushalt knapp unter fünf Millionen Euro
Nach umfassender Vorstellung der Daten aber ohne große Debatte hat der Gemeinderat anlässlich der Mai-Sitzung den Haushalt für 2018 ohne Gegenstimmen beschlossen. „Solide und an den Vorgaben der Pflichtaufgaben, der Finanzzuweisungen und den gesetzlichen Abgaben orientiert“ nannte Erster Bürgermeister Rüdiger Probst das Zahlenwerk, welches gut 2,9 Millionen im Verwaltungshaushalt und zwei Millionen im Vermögenshauhalt umfasst. Die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuern bleiben seit vielen Jahren konstant bei 360 Punkten.
Da in diesem Jahr die die Abwicklung des Neubaus der Bergstraße mit all den vielen zu klärenden Einzelfragen im Mittelpunkt stehe, seien für 2018 keine weiteren Großinvestitionen vorgesehen, „im Folgejahr steht allerdings wieder einiges an“. Probst geht davon aus, dass der seitens des Freistaates zugesagte finanzielle Ersatz für den Wegfall der Straßenausbaubeiträge noch in diesem, spätestens aber im nächsten Jahr eintrifft.
Während bei den Gewerbe- und Einkommensteuern sowie dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer mit einem Zuwachs von insgesamt fast 250.000 Euro gerechnet wird, steigen die von der Gemeinde zu entrichtenden Umlagen für Gewerbesteuer und den Landkreis um 160.000 und sinken die Schlüsselzuweisungen vom Land um 76.000 Euro. Da die Höhe der Schlüsselzuweisungen von der finanziellen Leistungskraft der Gemeinde abhängt, sei das Absinken „eigentlich ein gutes Zeichen“, aber der Einnahmenzuwachs vor allem durch die Einkommensteuer sei damit wieder weg.
Bei den Schulen geht die Gemeinde von steigenden Ausgaben aus und Vormerkposten gibt es für den Kindergarten und Spielplätze, für Grünanlagen und Ausgleichsflächen sowie den Ausbau der Rosenstraße.
Dank für Einsatz beim Großbrand
Zu Beginn der Sitzung dankte Erster Bürgermeister Rüdiger Probst allen einheimischen und auswärtigen Rettungs- und Hilfskräften, die bei dem Großbrand vom 5. Mai im Gewerbegebiet im Einsatz waren. „Alle etwa 100 Beteiligten haben Großartiges geleistet“. Allein aus den Freiwilligen Feuerwehren von Wilhelmsdorf und Ebersbach/Oberalbach hätten sich 56 Personen beteiligt; mehrere Kilometer Schlauchleitungen hätten verlegt werden müssen und die Atemschutzgeräteträger seien mehrfach extrem gefordert gewesen.
Nicht nur Feuerwehren aus dem Landkreis hatten mitgeholfen, auch die Polizei, das BRK, der ASB, Nachbarn und Fachfirmen. Und ein örtlicher Gastronom habe die Nachtwachen mit einem kostenlosen Frühstück versorgt. Das Feuer, welches einen Schaden von vermutlich mehr als einer Million Euro angerichtet habe, sei wohl auf einen technischen Defekt zurückzuführen.
Zusatzausgaben für entsprechende Einsätze sind auch im beschlossenen Haushalt enthalten, weil es sich beim Feuerwehrwesen um eine Pflichtaufgabe der Gemeinde handelt. Zudem sind 25.000 Euro für neue Schutzbekleidungen vorgesehen.
Kritik übte Probst am Verhalten der „vielen zum Teil mit Kindern angereisten und oft im Wege stehenden Gaffer. Das ist unverantwortlich, befremdlich und nicht nachvollziehbar“.
Bauvoranfragen und Bauanträge
Während in drei Fällen bei Ersatz-, Um- und Anbauten die Zustimmung der Gemeinde unter Auflagen in Aussicht gestellt wurde, lehnte der Gemeinderat einen Antrag auf Befreiung von Gestaltungsrichtlinien im Sanierungsgebiet (Ortskern) ab. Zudem ist hier die Entwässerung sachgemäß an den bestehenden Kanal anzuschließen.
Neue Friedhofs- und Bestattungssatzung
Der zunehmenden Nachfrage nach Urnennaturgrabstellen (anonym und teilanonym) will die Gemeinde Rechnung tragen und sucht nach Lösungen auf dem Friedhofsgelände. In diesem Zusammenhang, und auch wegen der errichteten Urnenwand, musste die Satzung geändert werden. Dabei wurde mit aufgenommen, dass Grabsteine und Grabeinfassungen aus Naturstein nur dann aufgestellt werden dürfen, „wenn sie nachweislich ohne schlimmste Formen von Kinderarbeit“ nach Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation hergestellt wurden. Jedwede Missachtung ist jetzt eine Ordnungswidrigkeit und mit Sanktionen belegt.
Ruhender und fließender Verkehr
Immer wieder gibt es in der Gemeinde Ärger wegen Falschparkern. Besonders dreist sei das Parken sogar in der Bushaltestelle und hinter bestehenden Absperrungen in Anlagen. Der Gemeinderat hat sich mit der Gesamtsituation schon mehrfach beschäftigt und ist sich dessen bewusst, dass vor allem der eng bebaute Ortskern einerseits nur ungenügend Parkflächen zulässt, andererseits auch viele nicht dazu bereit wären, einige Schritte zu laufen. Um die Situation mit Fachleuten beraten zu können, hatte Bürgermeister Rüdiger Probst die zuständigen Behörden (Polizei und Landkreis) zu einer „Verkehrsschau“ eingeladen.
Als Ergebnis wird die Gemeinde an einigen Stellen durch Poller, Blumenkästen und festen Absperrungen versuchen, das wilde Parken einzuschränken und damit auch zum Beispiel Schulwege sicherer zu machen. An anderen Stellen soll durch Fahrbahnmarkierungen und Verkehrszeichen das Parken legalisiert und geordnet und an einigen Einmündungen soll damit die Vorfahrtsregelung verdeutlicht werden. Verstärkt soll wieder das Geschwindigkeitsmessgerät zum Einsatz kommen, nicht zuletzt auch deshalb, um Fakten zur „gefühlten“ und tatsächlichen Geschwindigkeit ermitteln zu können.
Die Gemeinderäte waren sich darin einig: Wenn mehr vernünftig gefahren und geparkt würde, bräuchte man nicht so viele Verkehrszeichen. Wiederholte Appelle an die Vernunft hätten in der Vergangenheit leider kaum etwas bewirkt.
pm
Blaue Mitfahrerbank Wilhelmsdorf
Erstes „Mitfahrerbänkla“ jetzt in Betrieb
Einen „ergänzenden Baustein“ im Öffentlichen Personennahverkehr nannte Erster Bürgermeister Rüdiger Probst die Installation des ersten von zwei geplanten „Mitfahrerbänkli“.
Am 15. Mai wurde in der Erlanger Straße am Abzweig zur Flurstraße die erste „blaue Bank“ in Betrieb genommen.
Von „A nach B im Schildumdreh’n“ soll die vom örtlichen Heimatverein initiierte Mitfahrerbank ein Treffpunkt für spontane Fahrgemeinschaften werden.
Im Unterschied zum Trampen setzt das Konzept auf das enge soziale Geflecht des ländlichen Raums. Probst: „Wer nicht mit einem Fremden fahren möchte, der wartet einfach, bis eine ihm bekannte Person anhält“. In diesem Sinne appellierte er vor allem an Kinder und Jugendliche, nicht mit „wildfremden Menschen“ mitzufahren.
Das System soll Ressourcen schonen und Menschen besonders im ländlichen Raum eine zusätzliche Möglichkeit zur Mobilität bieten und hat sich in anderen Gemeinden Deutschlands bereits bewährt. Eine zweite „blaue Bank“ soll nach Fertigstellung der Bergstraße im Abzweig zur Blumenstraße aufgestellt werden. Vorerst können drei Ziele in Emskirchen angesteuert werden. Eine Erweiterung ist dann möglich, wenn sich mehr Gemeinden der Umgebung dieser Idee anschließen, damit die Bürgerinnen und Bürger auch Möglichkeiten haben, wieder nach Hause zu kommen.
Bei der kleinen Eröffnungsfeier waren neben Repräsentanten des Heimatvereins als Initiatoren auch die Bürgermeister von Hagenbüchach und Emskirchen gekommen, ebenso Sponsoren, welchen ebenso der Dank aller „Festredner“ galt, wie den Bauhöfen und Verwaltungen aus Emskirchen und Wilhelmsdorf, die das Projekt allesamt positiv begleiteten. Seitens des Heimatvereins wurde auch herausgestellt, dass der leider verstorbene ehemalige Erste Bürgermeister Werner Friedrich von Beginn an zu den Befürwortern und Förderern zählte.
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Unser Foto zeigte den Vorsitzenden des Heimatvereins, Peter Kastner, beim „Probesitzen“.
Aus dem Gemeinderat März 2018
In der Gemeinderatssitzung vom 27.03.2018 wurde Peter Schindler als neuer stellvertrender Bürgemeister von Hagenbüchach vereidigt, nachdem der bisherige Amtsinhaber Michael Dibowski wegen einer nachweislich ungerechtfertigten Anzeigenkampagne gegen ihn als Zweiter Bürgermeister und Gemeinderatsmitglied zurückgetreten war.
Schindler nahm die Wahl „mit Bedauern“ an, da diese nur durch den erzwungenen Rücktritt seines Vorgängers notwendig geworden sei.
Überraschend für die meisten Zuschauer der Gemeinderatssitzung war, dass Josef Glania , der von der dreiköpfigen BBH-Fraktion aufgestellt worden war, fünf Stimmen erhielt.
Bereits zuvor wurde Bernd Weghorn aus Oberfembach als Nachrücker für Dibowski im Gemeinderat begrüßt und von Bürgemeister David Schneider vereidigt.
Im Verlauf der Gemeinderatzssitzung gab Michael Dibowski eine öffentliche Stellungnahme zu den Umständen seines Rücktritts ab.
Er begründete vor den rund 40 Besuchern der Sitzung diesen noch einmal mit den gegen ihn gestellten Strafanzeigen.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden zwar jeweils eingestellt, weil er ganz offensichtlich ohne jeden Grund angezeigt worden war.
Allerdings seien die zwangsläufig mit solchen Anzeigen verbundenen Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht mit seiner beruflichen Aufgabe als hochrangiger Polizeibeamter (er ist mittlerweile Leiter der Polizeiinspektion Fürth) vereinbar.
Er warnte davor, dass durch derartige Aktionen die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement Schaden nehmen könnte.
Zum Schluss rief er dazu auf, die Zusammenarbeit in der Gemeinde und die Dorfgemeinschaft zu bewahren.




