Aus dem Gemeinderat März 2018
In der Gemeinderatssitzung vom 27.03.2018 wurde Peter Schindler als neuer stellvertrender Bürgemeister von Hagenbüchach vereidigt, nachdem der bisherige Amtsinhaber Michael Dibowski wegen einer nachweislich ungerechtfertigten Anzeigenkampagne gegen ihn als Zweiter Bürgermeister und Gemeinderatsmitglied zurückgetreten war.
Schindler nahm die Wahl „mit Bedauern“ an, da diese nur durch den erzwungenen Rücktritt seines Vorgängers notwendig geworden sei.
Überraschend für die meisten Zuschauer der Gemeinderatssitzung war, dass Josef Glania , der von der dreiköpfigen BBH-Fraktion aufgestellt worden war, fünf Stimmen erhielt.
Bereits zuvor wurde Bernd Weghorn aus Oberfembach als Nachrücker für Dibowski im Gemeinderat begrüßt und von Bürgemeister David Schneider vereidigt.
Im Verlauf der Gemeinderatzssitzung gab Michael Dibowski eine öffentliche Stellungnahme zu den Umständen seines Rücktritts ab.
Er begründete vor den rund 40 Besuchern der Sitzung diesen noch einmal mit den gegen ihn gestellten Strafanzeigen.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden zwar jeweils eingestellt, weil er ganz offensichtlich ohne jeden Grund angezeigt worden war.
Allerdings seien die zwangsläufig mit solchen Anzeigen verbundenen Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht mit seiner beruflichen Aufgabe als hochrangiger Polizeibeamter (er ist mittlerweile Leiter der Polizeiinspektion Fürth) vereinbar.
Er warnte davor, dass durch derartige Aktionen die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement Schaden nehmen könnte.
Zum Schluss rief er dazu auf, die Zusammenarbeit in der Gemeinde und die Dorfgemeinschaft zu bewahren.
Aus dem Gemeinderat April 2018
Sitzung des Gemeinderates im April 2018
Um verschärften gesetzlichen Anforderungen bei der Entsorgung von Klärschlamm auch künftig gerecht zu werden, plant die Gemeinde, im Benehmen mit dem Landkreis und anderen Städten und Gemeinden einen Vertrag mit Betreibern von Klärschlammverbrennungsanlagen abzuschließen. Bürgermeister Rüdiger Probst: „Der Schutz von Umwelt und Natur ist uns wichtig“, die Mitglieder des Gemeinderates stimmten dem uneingeschränkt zu.
Anlässlich der April-Sitzung des Gemeinderates wurden auch Bauvoranfragen und Bauanträge behandelt und die dritte Änderung des Bebauungsplanes mit Grünordnungsplan Nr. 13 Beethovenstraße auf den Weg gebracht. Es geht nach Fertigstellung des Kinderspielplatzes um eine verbleibende Restfläche, die als Wohnbaufläche genutzt werden kann. „Die Bebauungsplanänderung ist auch eine Art ‚Nachverdichtung‘ und damit eine Maßnahme der Innenentwicklung“, so Probst. Die Änderung soll im so genannten „beschleunigten Verfahren“ umgesetzt werden, was schon deshalb möglich ist, weil die betreffende Fläche von ca. 1.000 Quadratmeter früher schon mal Bestandteil des genehmigten Bebauungsplanes war.
Rüdiger Probst gab auch den Termin für die Inbetriebnahme des ersten „Mitfahrerbänklas“ bekannt: Am Dienstag, 15. Mai um 11 Uhr in der Erlanger Straße am Abzweig zur Flurstraße. Die Mitbürgerinnen und Mitbürger sind dazu herzlich eingeladen. Von „A nach B im Schildumdreh’n“ soll die vom örtlichen Heimatverein initiierte Mitfahrerbank ein Treffpunkt für spontane Fahrgemeinschaften werden. Im Unterschied zum Trampen setzt das Konzept auf das enge soziale Geflecht des ländlichen Raums. Wer nicht mit einem Fremden fahren möchte, der wartet einfach, bis eine ihm bekannte Person anhält. Das System soll Ressourcen schonen und Menschen besonders im ländlichen Raum eine zusätzliche Möglichkeit zur Mobilität bieten und hat sich in anderen Gemeinden Deutschlands bereits bewährt. Eine zweite „blaue Bank“ soll nach Fertigstellung der Bergstraße im Abzweig zur Blumenstraße aufgestellt werden.



