Aktuelles aus dem Gemeinderat Januar 2015
Pressemitteilung aus dem Gemeinderat 12. Januar 2015
Wilhelmsdorf. Als Novum in der Gemeinde konnte Bürgermeister Werner Friedrich anlässlich der letzten Gemeinderatssitzung besondere Gäste begrüßen: Die Klasse 4 a der Grundschule Emskirchen hatte sich im Rahmen des Sachkundeunterrichts unter anderem mit Kommunalpolitik beschäftigt und eine Abordnung der Klasse durfte jetzt dem Gemeinderat ihre Ideen vorstellen. Die vollzählig anwesenden Gemeinderäte hörten auch aufmerksam zu und stimmten anschließend einstimmig einem Verbesserungsvorschlag der Schülerinnen und Schüler zu.
Dabei ging es sehr konkret um die Verkürzung des Geländers an der Bushaltestelle an einer Stelle, an welcher wegen der Nähe der Brüstung zum Bordstein bei manchen Busmodellen die Tür nicht geöffnet werden kann. „Die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler liegt uns sehr am Herzen und wir wollen alles Machbare tun, um Unfällen vorzubeugen“, so Bürgermeister Friedrich. Die Schulkinder konnten das Versprechen mit nach Hause nehmen, dass das Zugesagte baldmöglichst umgesetzt werden wird.
Werner Friedrich nutzte die Gelegenheit, den Schülern einige Grundzüge der kommunalen Selbstverwaltung zu vermitteln und darauf hinzuweisen, dass die Gemeinde Wilhelmsdorf Miteigentümer der Grundschule in Emskirchen ist. Sein besonderer Dank galt Klassenlehrerin Gabriele Böhm für die Vermittlung staatsbürgerlicher Grundzüge und den Schülerinnen und Schülern für das Mitdenken und das Engagement: „Ihr konntet heute hautnah praktizierte Kommunalpolitik miterleben“.
Der Gemeinderat beschäftigte sich anschließend mit den ersten Ansätzen zum Vermögenshaushalt und damit den in diesem Jahr geplanten Investitionen sowie den wesentlichen Eckdaten für den Verwaltungshaushalt. Für wasserwirtschaftliche Maßnahmen an den Kläranlagen, Leitungen und Rückhaltungen sind demnach 145.000 Euro vorgesehen und für den Straßenneu- und Ausbau insgesamt 400.000. Der größte Brocken werde wohl auf die Martin-Luther-Straße entfallen, wo die vorliegende Kostenschätzung wegen noch ausstehender Verhandlungen im Zusammenhang mit der Gestaltung der Einmündung in die Staatsstraße noch relativ unkonkret sei.
Ferner sollen die notwendigen Vorleistungen für den weiteren Ausbau schneller Internetleitungen im Haushalt aufgenommen werden sowie Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung wie Verbesserungen im Umgriff des Feuerwehrhauses, beim alten Rathaus und an der Bergstraße. Für die Fertigstellung der Kinderkrippe sind ebenso Mittel vorgesehen, wie für Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr und die Unterstützung des Sportvereins bei unabdingbar notwendigen Sicherungsmaßnahmen am Vereinsgebäude.
Details sind für die Februarsitzung vorgesehen, an welcher nach Angaben des Bürgermeisters genauere Zahlen vorgelegt werden könnten. Insgesamt rechnet die Gemeinde Wilhelmsdorf mit einem Haushaltsvolumen von etwa 1,5 Millionen Euro. Eine Neuverschuldung mit langfristigen Darlehen ist für 2015 nicht vorgesehen: Bürgermeister Friedrich: „Wir arbeiten auf einer sehr soliden finanziellen Grundlage“. Einen Unsicherheitsfaktor stelle die Gewerbesteuer dar und die Steigerung der Kreisumlage um mehr als zwanzig Prozent auf 550.000 Euro sei eine weitere erhebliche Belastung. Durch zu erwartende Mehreinnahmen bei der Einkommensteuer und den Schlüsselzuweisungen sei die Mindestzuführung vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt aber gewährleistet.
Sanierung des Bahnhofgebäudes ist Großprojekt 2015
Gemeinderat bespricht Haushaltsplan
Bei seiner ersten Sitzung im neuen Jahr besprach der Gemeinderat den Haushalt für 2015. Mehr Einwohner und die gute Wirtschaftslage führen zwar zu Steuermehrein-nahmen von etwa 81.000 Euro. Dafür sank jedoch beispielsweise die Schlüsselzuwei-sung um etwa 13.000 Euro, während die Umlage an den Landkreis um gut 40.000 Euro steigt. „Alles in allem stehen uns jedoch 2015 etwa 30.000 Euro mehr zur Verfügung, als noch im vergangenen Jahr“, freute sich Bürgermeister Schneider.
Zuvor behandelte der Gemeinderat jedoch Bauanträge für den Wiederaufbau einer abge-brannten Scheune, einen Anbau an ein Wohnhaus im Halbhof und einen Sichtschutzzaun im Baugebiet Hausäcker. Daneben bestätigte das Gremium die Neuwahlen bei der FFW Bräuersdorf. Bei der Hauptversammlung Ende Dezember wurde Florian Schindler als erster und Werner Hußnätter als zweiter Kommandant gewählt.
Großen Raum nahm in der Sitzung der Haushaltsplan ein. Zunächst erklärte Bürgermeister Schneider, dass die Gemeinde zum Stichtag 31.12.2014 zwar mit etwa 247.000 Euro roten Zahlen geschrieben hatte. Jedoch stünden bereits zugesagte Fördermittel, beispielsweise für den Kindergartenanbau und den barrierefreien Bahnsteig noch aus. Daneben sei ein Interes-sent für das letzte noch zu verkaufende Grundstück in den Hausäckern kurz vor Weihnachten abgesprungen. Rechnet man diese noch ausstehenden Einnahmen dagegen, hätte die Ge-meinde zum Jahresende einen Überschuss von fast 70.000 Euro erwirtschaftet.
Im neuen Jahr sollen insbesondere die Sanierung des Bahnhofs, der Bau einer Verkehrsinsel in der Hauptstraße am Ortseingang von Pirkach kommend und der Ausbau des DSL-Netzes im gesamten Gemeindegebiet in den Haushalt einfließen. Daneben sind u.a. eine Renovie-rung des FFW-Hauses in Bräuersdorf und die Fertigstellung der zusätzlichen Duschkabinen für den Sportverein vorgesehen.
Der Haushalt wird nun vom Kämmerer erstellt und in der nächsten Sitzung dem Gemeinderat zur Genehmigung vorgelegt.
Abschließend konnte der Bürgermeister noch einige Informationen weitergeben. So hatte zum Stichtag 31.12.2014 die Gemeinde 1.326 Einwohner mit Erstwohnsitz, 1.077 davon in Hagenbüchach.
Die Polizei führte im vierten Quartal 2014 insgesamt fünf Geschwindigkeitskontrollen durch. Dabei lag die Beanstandungsquote mit 1,4% sehr niedrig.
Die Deutsche Bahn hat angekündigt, den Fußgängersteg am Bahnhof im ersten Halbjahr 2015 zu sanieren.
Und am 25. Februar treffen sich die sieben Gemeinderäte der Kommunalen Allianz zu einer öffentlichen Gemeinderatssitzung in Emskirchen. Dort soll das Projekt „Windrad bei Bräuersdorf“ vorgestellt werden. Denkbar ist, dass die Gemeinden der Kommunalen Allianz diese Anlage betreiben.



