Zur Juni-Sitzung des Gemeinderates

In den letzten 15 Jahren stieg die Einwohnerzahl im Durchschnitt um etwa ein Prozent pro Jahr auf jetzt gut 1.500. „Das ist eine ausgesprochen gesunde und gute Entwicklung“, so Erster Bürgermeister Werner Friedrich anlässlich der Juni-Sitzung des Gemeinderates. Und um zu vermeiden, dass Einheimische sich anderweitig nach Bauplätzen umsehen müssen, plane die Gemeinde weiterhin konsequent an der Umsetzung eines neuen Baugebietes. Um anderslautenden Parolen entgegenzutreten ergänzte Friedrich: „Von den letzten Baugebieten profitierten ganz überwiegend Einheimische“. Für das systematische Wachstum sind aber auch „Neubürger“ unerlässlich und ohnehin herzlich willkommen.

Im Rahmen der allgemeinen baulichen Entwicklung trägt die Gemeinde auch den Bürgerinnen und Bürgern Rechnung, die im Bereich der Gartenstraße bis zum Rückhaltedamm teils eigene Grundstücke zur Wohnbebauung nutzen möchten. Deshalb soll auch hier zügig ein kleiner Bebauungsplan entwickelt werden. Einer konkreten Bauvoranfrage wurde bereits stattgegeben.

Zur Verbesserung der Parksituation im Kernort hat der Gemeinderat beschlossen, auf dem Grundstück an der Bergstraße 9 keinen Ersatzbau für das abgerissene Gebäude zu erstellen, sondern Parkplätze anzulegen. An anderen Stellen, wo regelmäßig „wild, ungeordnet und widerrechtlich“ geparkt wird, wird die Gemeinde mit geeigneten Maßnahmen für mehr Ordnung sorgen, vor allem damit Schulkinder und andere Fußgänger nicht unnötig gefährdet werden, die oft wegen unvernünftigem Parken die Gehsteig verlassen müssen.

Mit zwei zusätzlichen Anzeigetafeln und Überwachungsmaßnahmen soll den häufig auch von Bürgern beklagten Geschwindigkeitsüberschreitungen begegnet werden. Nicht selten seien es aber die gleichen Personen, die zu schnelles Fahren beklagen und selbst dabei „ertappt“ werden, so Gemeinderäte.

Auf den Prüfstand soll die Vorfahrtsregelung vor allem in der Martin-Luther-Straße. Einerseits soll der Schilderwald in Grenzen gehalten werden, andererseits gibt es „unklare und unübersichtliche Regelungen“. Die Gemeinde wird im Benehmen mit Fachleuten der Polizei nach Lösungen suchen.