Gemeindeentwicklung.

Bürgermeister Friedrich ist sich mit dem Gemeinderat darin einig, dass sich die Gemeinde ohne Zuzüge negativ entwickelt hätte. Anstatt jetzt gut 1.500 Einwohner wäre ohne neuem Wohnbau die Einwohnerzahl auf 1.200 bis 1.300 gefallen, mit all den negativen Folgen zum Beispiel bei den Einkommensteueranteilen und den Kosten für die Daseinsvorsorge. Zudem wäre der Altersdurchschnitt erheblich gestiegen. Derzeit liegt der Anteil der unter 40-Jährigen aber über 45 Prozent, „für eine ländliche Gemeinde sind das hervorragende Zahlen“, so Bürgermeister Friedrich.
Aufgrund vieler fester und anhaltender Nachfragen ist die Gemeinde derzeit dabei, das Bauleitplanverfahren mit dem Ziel der Änderung des Flächennutzungsplans einzuleiten, um kurz- und mittelfristig neue Wohnbauflächen schaffen zu können. Vorgesehen ist dabei die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der Nachbargemeinden und der so genannten „Träger öffentlicher Belange“. Verschiedene Möglichkeiten werden ins Auge gefasst und für die notwendigen so genannten „Ausgleichsflächen“ ist die Schaffung eines „Ökokontos“ in Auftrag gegeben.
Gemessen an der allgemeinen aktuellen Bevölkerungsentwicklung ist der eingeschlagene Kurs solide und das Wachstum kann als „gesund“ bezeichnet werden. Immer mehr Menschen wollen wegen der anhaltend guten wirtschaftlichen Entwicklung nach Bayern und in die Nähe prosperierender Wirtschaftsräume – davon profitiert letztlich auch Wilhelmsdorf.