Zukunftsoffensive für Kita Sternenstaub kann starten

In seiner Maisitzung beschloss der Gemeinderat nach einer hitzigen und emotional geführten Debatte mehrheitlich ein Konzept, mit dem die Betreuung der Kinder in der Kita Sternenstaub verbessert und Öffnungszeiten verlängert werden sollen. „Wir setzen damit ein wesentliches Ziel für diese Wahlperiode um“, freute sich Bürgermeister David Schneider. Er bedankte sich bei Dagmar Ludwig, Manuela Wurm und Michael Dibowski, die das Konzept in den letzten Monaten in mühevoller Kleinarbeit nicht nur erarbeitet, sondern auch mit allen Beteiligten abgestimmt hatten.

Damit werden ab September 2015 die Abläufe in der Kita nicht unwesentlich geändert. Die Buchungszeiten sollen strukturiert werden, um feste Zeiten für Programme und Projekte zu schaffen, auch am Nachmittag. Die Mittagsbetreuung soll vereinfacht werden. Mit der Verlängerung der Öffnungszeiten um eine Stunde wird zudem eine zentrale Forderung aus den Wahlprogrammen der im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen umgesetzt. Auch eine Erhöhung der Kindergartengebühren wurde beschlossen. Jedoch nutzte der Gemeinderat den Spielraum, den der Elternbeirat mitgetragen hätte, nicht aus und blieb deutlich unter der im Vorfeld vereinbarten Summe.

„Nun müssen wir schnellstmöglich mit der Umsetzung des Konzepts beginnen“, erklärte Schneider, „denn es soll bereits im neuen Kindergartenjahr seine Wirkung entfalten. Spätestens nach einem halben Jahr werden wir aber überprüfen, ob unsere Ideen überhaupt funktioniert haben oder ob wir nachbessern müssen.“ Im Ergebnis schloss er zusätzliche Einstellungen von Personal nicht aus. Das müsse aber die Entwicklung und das Interesse der Eltern an den längeren Buchungszeiten zeigen.

Daneben informierte Schneider auch über die Entwicklungen beim Windrad bei Bräuersdorf. Die Gemeinde hatte sich aufgrund des unkalkulierbaren wirtschaftlichen Risikos entschieden, die Idee eines kommunal geführten Windrads nicht weiter zu verfolgen. Auch eine gemeinsame Finanzierung im Rahmen der kommunalen Allianz fand bei den Mitgliedsgemeinden keine uneingeschränkte Zustimmung. „Für ein Windrad, das von interessierten Bürgern finanziert wird, fehlt die Zeit“, erklärte der Bürgermeister. Denn der genehmigte Typ wird nicht mehr lange hergestellt.

Daneben berichtete der Bürgermeister nochmals zur Verkehrsschau. Hier lag zwischenzeitlich das Protokoll des Landratsamtes vor.

Schließlich kam der Gemeinderat einer Forderung der überörtlichen Rechnungsprüfung nach. Diese hatte kritisiert, dass seit 2002 zwar alle Haushalte vom Rechnungsprüfungsausschuss überprüft wurden und hierüber auch dem Gemeinderat berichtet wurde. Es habe aber immer die formelle „Entlastung“ des Bürgermeisters durch das Gremium gefehlt. Dies wurde nunmehr nachgeholt.

KiTa_Konzept_150513_Endfassung.pdf